Rassestandard der Heiligen Birma-Katze

Alle Richter sind verpflichtet, die Standards genau zu akzeptieren und danach zu richten, welche von den Weltorganisationen WCF, GCCF, CFA, FIFe ausgearbeitet werden und für ihre angeschlossenen Vereine in der ganzen Welt gelten.

Es führt jedoch manchmal zu Unstimmigkeiten, da es immer noch Richter gibt, die nach ihrer eigenen Phantasie richten.

Die Birmakatze:

Sie hat eine verhältnismäßig schwere Knochenstruktur, ist eine halblanghaarige Pointkatze mit weißen Abzeichen an den Enden der Pfoten und hat ein seidenartiges Fell.

 

Standard

Fehler

Körper

•  Nacken und der lange Körper mit horizontaler Rückenlinie sollte muskulös und kräftig sein.

•  Feine Knochenstruktur

•  Gedrungener Körper

Beine, Pfoten

•  Verhältnismäßig kräftige, kurze Beine mit runden Pfoten

•  Lange, schlanke Beine

•  Ovale Pfoten

Kopf

•  Die leicht konvexe Stirn ist vor den Ohren abgeflacht, die Wangen sind rund, Kiefer und Kinn sind gut ausgeprägt. Von vorne gesehen ist die mittellange Nase gleichmäßig breit.

•  Der Kopf hat die Form eines gleichschenkeligen Dreiecks mit überall abgerundeten Ecken, er muss etwas länger als breit sein, ideales Verhältnis 5:4.

•  Im Profil sieht man eine „romanische Nase“, das heißt, der Nasenspiegel ist leicht abgeschrägt und an der Haarlinie beginnt eine leichte Wölbung, die kurz unterhalb der gedachten mittleren Augenlinie in eine deutliche Einbuchtung übergeht

•  Zu breiter, eckiger Kopf

•  Zu schmaler, langer Kopf

•  Gerade Nasenlinie

•  Fliehendes, flaches Kinn

•  Ober- oder Unterbiss

Ohren

•  Die Ohren sind offen an der Basis, sie sind etwas höher als breit, die Enden sind abgerundet. Die mediale Ohrenecke liegt auf gerader Linie mit der gedachten Augenmittellinie.

•  Zu hoch oder zu tief platzierte Ohren

Augen

•  Die großen Augen sind fast rund und gut geöffnet.

•  Farbe: klares, einfarbiges, tiefes Blau, je intensiver desto besser

•  Schielen

•  Andere Augenfarbe als blau

•  Zu tiefliegende oder hervortretende Augen

Schwanz

•  Der Schwanz sollte, wenn er längs neben dem Körper gehalten wird, bis an die Schultern reichen, er sollte voll behaart sein; eher buschig als fedrig

•  Knick (wenn Wirbel sichtbar und/oder fühlbar nicht in der fortlaufenden Schwanzlänge liegen)

Fell

•  Das Fell ist halblang bis lang und hat eine seidenartige Struktur. Durch die mäßige Unterwolle ist es weder richtig anliegend noch richtig abstehend und verknotet nicht. Die Katze soll eine volle Halskrause tragen.

•  Wolliges Fell

Vorderbeine

•  Die weißen „Handschuhe sollen auf beiden Vorderpfoten symmetrisch sein. Das Weiß endet in gerader Line genau im Gelenk zwischen Zehenknochen und Mittelfußknochen.

•  Weiß auf der Hinterseite der Vorderbeine

•  Farbflecken im Weißanteil

•  Asymmetrischer Weißanteil

Hinterbeine

•  Das Weiß auf der Vorderseite der Hinterpfote geht mindestens bis zum Gelenk von Zehenknochen und Mittelfußknochen.

•  Die weißen „Stiefel“ sollen auf beiden Vorderseiten der Hinterpfoten symmetrisch sein.

•  Auf der Rückseite der Hinterpfote bildet das Weiß einen Keil auf dem Sohlenstreifen, dessen Spitze kurz vor dem Fußwurzelknochen endet. Diese „Sporen“ sollen auf beiden Hinterpfoten symmetrisch sein.

•  Nicht spitz auslaufende Sporen

•  Asymmetrischer Weißanteil

•  Farbfleck im Weißanteil

 

Points

•  Maske, Ohren, Beine und Schwanz müssen die gleiche Farbe und Farbintensität haben ohne Flecken, Zeichnung oder Schattierungen.

•  Alle Haare müssen vollständig in der jeweiligen Pointfarbe durchgefärbt sein.

•  Augen- und Lippenumrandungen sowie der Nasenspiegel müssen gleichmäßig und einfarbig in Übereinstimmung mit der Pointfarbe ausgefärbt sein.

•  Auf der Stirn ist die Maske durch Streifen, die bis zu den medialen Ohrecken gehen, mit den Ohren verbunden.

•  Der Rest des Fells ist sehr hell, eierschalenfarben, der Rücken zeigt goldenes Beige auch bei allen Farben. Der Bauch ist vollkommen weiß.

•  Heller Rand um die Augen (Brille)

•  Vollständig durchgefärbter Kopf

•  Helles Kinn

•  Helle Schnurrhaarkissen

•  Weiße Haare in den Points

•  Nicht gleichmäßig gefärbte Points

•  Pigmentflecken in den Abzeichen oder auf dem Nasenspiegel

Körperfarbe

•  Bei der Beurteilung der Körperfarbe wird der Katze, die die geringste Schattierung auf Rücken und Flanken hat, der Vorzug gegeben.

•  Die Körpergrundfarbe des Fells ist sehr hell, eierschalenfarben, der Rücken zeigt goldenes Beige auch bei allen Farben. Der Bauch ist vollkommen weiß.

•  Die leichte Schattierung muss gleichmäßig und in Übereinstimmung mit der Pointfarbe sein.

•  Es muss ein deutlicher Kontrast zwischen Körperfarbe und Pointfarbe bestehen.

•  Fehlender Kontrast zwischen Körper- und Pointfarbe

•  Stark gezeichneter Körper (Streifen, Flecken)

•  Weiße oder dunkle Flecken an Brust oder Bauch

Zur Disqualifikation führen:

Anomalie, zu wenig oder zu viele Zehen, amputierte Krallen. Gedopte Katzen. Katzen, die vom Veterinär ausgeschlossen wurden. Zuviel Puder im Fell. Gefärbte oder rasierte Katzen. Zwergwuchs. Flecken, die größer als 1 Zentimeter im Durchmesser sind und im Standard nicht gefordert werden. Katzen, die durch Abbindung der Hoden oder der Eierstöcke sterilisiert sind. Trächtige Katzen über vier Wochen. Aggressive Katzen.

Fehler, die CAC/CAP ausschließen:

Jede Deformation am Schwanz, ausgenommen bei Kastraten. Schiefes Gebiss, Unter- oder Überbiss von mehr als zwei Millimetern. Schielen. Verletzung des Auges.

Punktskala

15 Punkte Körperfarbe und Abzeichen

20 Punkte Körper Kopf und Augen

20 Punkte Kopf und Augen (Form und Farbe)

05 Punkte Handschuhe05 Punkte Handschuhe hinten

05 Punkte Sporen hinten

05 Punkte Gleichmäßigkeit

10 Punkte Schwanz

10 Punkte Fell

05 Punkte Kondition

ergibt = 100 Punkte

Schlussbemerkung:

Dieser Standard beschreibt, wie auch bei anderen Rassen, die perfekten Merkmale, aber Fehler sind bei einer Birmakatze schneller erkennbar, denn Unregelmäßigkeiten der Handschuhe sind offensichtlich.

Zur Zucht sollten vorwiegend Katzen mit größtmöglicher Regelmäßigkeit bei den Handschuhen ausgewählt werden, jedoch die übrigen Merkmale sollten nicht vernachlässigt werden.

Die Schönheit der Birmakatze ist ihre harmonische Gesamterscheinung, und nach dieser sollte sie auch gerichtet werden.

 


 



 
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